Jesus nachfolgen

 

 

 

 

 

Ich suche gleichgesinnte Christen als Gesprächspartner die diese Bücher von Larry Crabb "Von innen nach aussen", "Gemeinde, aber richtig", "Das Schweigen der Männer", "Glück suchen oder Gott finden", "Connecting" gelesen haben, oder mindestens das "Von innen nach außen" und das Bedürfnis haben intensiver sich darüber auszutauschen.
Anregungen aus diesen Büchern wollen aufgegriffen, weiter gedacht und im Alltag gelebt werden. Der Autor verdeutlicht noch mal mit eigenen Worten was die Bibel glasklar vorgibt.

Mir geht es um Begegnung am Telefon, aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, oder Deutschsprechende aus weiterem Ausland. Oder direkt vor Ort.
Das Alter irgendwo zwischen 30 und 85 Jahren, Hauptsache rege im Kopf. Ich selber bin Jahrgang 1954.
Gerne auch Frauen, die aus eigenem Antrieb, aus eigenem vor-Gott-stehen am Thema interessiert sind. Sicher, ein Austausch zwischen Mann und Frau wird Grenzen haben, anders als zwischen Mann und Mann, oder Frau und Frau, aber bis zu den Grenzen kann es auch sehr interessant werden.

Das zentrale Thema ist die eigene Veränderung ganz praktisch. Der Mensch ist ein Egozentriker, selbstverliebt durch und durch, egal ob offen aggressiv oder still und schüchtern, jeweils fromm kaschiert.

Die Bekehrung sollte eigentlich den Prozess des "ändert euren Sinn" einleiten (wird oft mit nicht ganz so deutlichem "tut Busse" übersetzt).

Wir haben nach wie vor ein Gebot (hat auch die Bedeutung "Innenziel"): "Liebe deinen Gott mit ganzem Herzen, Seele, Verstand und Kraft. Und deinen Nächsten wie dich selbst". In dieser Reihenfolge (Gott zuerst und "ganzem") und das Ganze ohne gesetzlich zu werden oder zu verkrampfen, aber doch eindeutig.

Ich hätte Freude an so einem Austausch, wo jeder die Motivation selber mitbringt.

Ich suche Praktiker, kein selbstverliebtes christliches philosophieren. Vom gegenseitigen Bauchpinseln habe ich auch nichts.
Und sollte jemand einen solch ausgerichteten Menschen kennen, dann wäre ich dankbar für die Kontaktvermittlung.

Ich suche Selbstläufer, oder wenigstens die einen Ansatz schon haben. Keine die man pushen muss. So wie ein Weitwanderer einen Gleichgesinnten sucht, der schon ein paar mal unterwegs war und die Lust zum Wandern schon in sich trägt (auch wenn sie erst klein ist, aber sie ist da).

Die Ursünde, die Erbsünde, das ist die Egozentrik, durchsäuert alle Bereiche unseres Lebens. Und das einzige Gegenmittel ist täglich bewusst ins Licht und Wahrheit treten, von Gott bereiteter Weg.

"Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt ... " 1.Joh.1,9. Das wird wohl der Jünger Johannes ganz praktisch selber auch getan haben, ein Leben lang, wenn nicht, dann wäre er ein Heuchler.

Die Bibel scheut sich nicht es ganz deutlich zu sagen: Luk.14,26 "Wer Vater, Mutter ... und dazu sein eigenes Leben (die Egozentrik, das ist der Punkt) mehr liebt als mich, so kann er nicht mein Jünger sein".
Die tägliche Selbstsucht ist das grösste Hindernis.

Der Mensch ist ein selbstbezogener Sünder, egal ob ein Stallknecht, Handwerker, Ingenieur, Firmenleiter, Bankdirektor, Politiker, Ältester, Pastor, Bestseller-Autor, viel gereister Prediger, oder das stille Gemeindemitglied.

Egomanie, das ist das Elend des Menschen, des Christen. Das Evangelium fängt immer noch mit "Ändert euren Sinn" an und nicht mit "Jesus liebt dich". Es muss mich zu der Frage anregen "welchen Sinn habe ich denn und welcher Sinn ist anzustreben?".

Gott sucht denkende Nachfolger, die nicht scheuen verstehen zu wollen, dass es sie alles kostet. "So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein" Luk.14,33. Nüchtern werden von der Selbstsucht, im Gegenzug wird mir offenbart die rechte, gesunde Liebe zu mir selbst, meinen Nächsten und meinen Tätigkeiten, beruflich und privat.

Auch ein Mensch der meint nur noch für die anderen da zu sein, kaum noch ein Ego zu besitzen, der überprüfe ob er nicht eher einer ist der nicht nein sagen kann, ein Menschengefälliger, Menschenhöriger. Er ist genauso ein Egoist, er hat gelernt sich Liebe, Zuwendung durch Unterwerfung, Fremdbestimmung zu holen (ist eine Tragik, die viel Tränen kosten kann, befreiende Tränen).

Die Wahrheit verurteilt nicht, sie deckt nur auf was schmerzhaft, peinlich, demütigend, erdrückend, belastend, einengend ist.
Und die Wahrheit deckt Irrwege auf, wie Selbstgerechtigkeit, Selbstzufriedenheit, Stolz und hierdrauf beruhendes Selbstbewusstsein, ein falsches Selbstbewusstsein, dass über Ecken und fromm kaschiert, den Eigennutz sucht.

Liebe, Wahrheit, Gnade kommen nie allein, sie kommen im Dreiergespann, damit handfeste, gottgewollte Freiheit dem Menschen wird.

Der Egozentriker fürchtet zurecht, dass alles was ihm lieb und teuer ist, genommen wird (so wie ein Süchtiger, dass ihm die Droge genommen wird). Das Ego muss in seiner Selbstbesoffenheit sterben aufdas Neues, Gottgewolltes wird. "Die Wahrheit wird euch frei machen". Gott sucht Freiwillige !!
Ein Selbstbewusstsein, dass sucht was Droben ist und den Nächsten sich selbst gleich stellt, ist ein Gottgewolltes Selbstbewusstsein. Jesus war sehr selbstbewusst, aus gottgeboren selbstbewusst und ertrug die Schmach.

Am Anfang meines Christseins hatte ich mal gefragt was ist der Unterschied zwischen "sich schlagen lassen auch auf die andere Backe" und Waschlappen. Die Antwort war: Ein Selbstbewusstsein, dass sich schon vielen eigenen Verdrehtheiten, Boshaftigkeiten gestellt und Gnade erfahren hat (von anderen und Gott ertragen wurde), kann diese boshafte Torheit vom anderen ertragen, in der Hoffnung, dass dem anderen irgendwann, nach dem schlagen, die Kohle auf dem Kopf zu heiss wird und er grundsätzlich den rechten Weg findet. Röm.12,20

"... indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete ... Denn betrachtet den, der so grossen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet." Hebr.12,2b-3.

Jesus hat nicht nur die Bosheit der Pharisäer erduldet, sondern z.B. auch die Verleugnung des Petrus (vorausschauend), der sich verfluchte Jesus je gekannt zu haben Mark.14,71.
Und wo wären ich und Du wenn Gott nicht in Langmut uns unsere Boshaftigkeit vor Augen führt, auf das wir davon ablassen. Wer Ohren hat der höre, zur Umkehr. Gefragt ist unser aktives Gott Entgegenkommen, seinerseits sind alle Wege schon bereitet. Wir sind dran.

( Bibeltexte stammen aus der Revidierte Elberfelder Bibel © 1985/1991/2006 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag, Witten )

In dem unten stehenden Buchauszug bringt der Autor das zentrale Thema des Christseins desillusionierend auf den Punkt (und das ist gut so). Gott lieben mit allem was ich bin, dem gegenüber steht die tief verwurzelte jedemseine Egozentrik, Selbstverliebtheit, Selbstbesoffenheit. Er soll zunehmen, ich abnehmen, aktiv, als Prozess, jeden Tag. "Wer das Leben (das ist Selbstsucht, Egoismus, Egozentrik) liebt wird es (aus Gott geborenes Leben) verlieren und umgekehrt.

Auszug aus dem Buch von Keith Miller: "Neuer Wein - lebendiges Wasser" (c) 1997 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag, Witten, ISBN 3-417-24406-4 Seite 93 - 94

Als Erstes möchte ich Sie auffordern, in Ihr Inneres zu schauen und sich zu fragen: „Was ist für mich das Wichtigste?“ Sie sind versucht zu sagen: „Gott“, doch ich will Ihnen ein paar Tipps geben, wie Sie feststellen können, was Ihnen das Wichtigste im Leben ist. Wenn Sie nicht mit einer Arbeit oder einer anderen Person beschäftigt sind, woran denken Sie dann immer wieder? Um zu zeigen, was ich meine, nenne ich einige Dinge: Denken Sie an Ihre Frau, Ihren Mann (oder Ihre Kinder)? Denken Sie sich aus, Sie wären in Ihrem Beruf außerordentlich tüchtig? Oder kreisen die Gedanken immer wieder um sexuelle Dinge oder um Ihre eigene Schönheit? Oder um Ihre eigenen Probleme, etwa Eifersucht und Ähnliches ... um Ihre eigene Person? Bei mir selber komme ich, wenn ich mir die Frage stelle, unter anderem auf Folgendes (je nach den verschiedenen Zeiten meines Lebens): mir ausdenken, ich sei ein erfolgreicher Sportler, Geschäftsmann, Professor oder Schriftsteller. An sexuelle Eroberungen denken. Mir vorstellen oder hoffen, die Leute würden mich für ungewöhnlich klug halten. Eine Zeit lang ging mein Denken um die Frage, wie ich ein berühmter Pastor werden könnte.
Jeder dieser Gedanken ist wie ein Gummiball, der mit einer Schnur am Zentralpunkt Ihrer Seele festgebunden ist. Sie werfen ihn hinaus und machen sich an Ihre Tagesarbeit. Aber wenn Sie allein sind, kommt er unweigerlich zurück und platziert sich mitten in Ihr inneres Blickfeld. Es ist wichtig, hierüber einmal nachzudenken, denn der Gegenstand, der im Brennpunkt Ihres Interesses steht, ist höchstwahrscheinlich das, was Sie statt Jesus Christus anbeten! Denn was beten wir an, wenn nicht das, was der Mittelpunkt unseres Lebens ist? ...

... Wir haben eben noch nicht gesehen, dass wir ihm das eine, das er von uns erwartet, nie wirklich gegeben haben - unsere erste, unsere vornehmlichste Liebe. ...

... Wenn man die Tatsache erkennt, dass im Mittelpunkt der eigenen Welt nicht Gott ist, sondern etwas anderes, nämlich das eigene Ich, dann steht man wohl am ernstesten Scheideweg seines Lebens. Denn das bedeutet, dass man sich von Gott getrennt und sich selbst an seine Stelle gesetzt hat, als Zentrum der eigenen kleinen Welt.

(meine eigene Anmerkung: man hat sich nicht gesetzt an seiner, Gottes Stelle, sondern man sitzt an seiner, Gottes Stelle seit der natürlichen Geburt und die Wiedergeburt sollte eigentlich den Thronwechsel bis in die tiefsten Einzelheiten einleiten).

 



Ich heisse   Andrej       (bin Jahrgang 1954)



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